8. März 2026

Programm am 8. März in Jena

10 – 13 Uhr „Räume einnehmen“: Brunch & Dezentrale Workshops

Hier mehr Infos zu den einzelnen Veranstaltungen, Uhrzeiten und Orten:

10-13 Uhr Brunch am Pulverturm (Faulloch)

Mitbringbrunch organisiert von den Omas gegen Rechts und Sisterhood Jena. 

10-12 Uhr „Jena als als sorgende Stadt – Feministisch streiken für eine gerechte Versorgung“, Haus auf der Mauer

Organisiert von: Feministischer Streik Jena

Ort: Haus auf der Mauer („Großer Saal“) , Johannisplatz 26, Treffpunkt am Faulloch 

all gender

Beschreibung:
Wie würde eine Stadt aussehen, in der Sorgearbeit im Mittelpunkt steht – gerecht verteilt, gut bezahlt und ohne Profitlogik? Der feministische Streik steht für diese Vision einer sorgenden Gesellschaft. Weltweit kämpfen Menschen gegen die Überlastung in bezahlter und unbezahlter Sorgearbeit, besonders Frauen, queere Personen und Migrant:innen.
Doch was heißt es eigentlich, feministisch zu streiken? Warum ist Sorgearbeit so schwer bestreikbar – und welche solidarischen Formen eines Sorge-Streiks sind möglich?
In einem offenen Workshopraum wollen wir gemeinsam diskutieren, Erfahrungen teilen und von feministischen Streikbewegungen lernen.
Mit Blick auf Jena fragen wir, was sich konkret ändern muss, was wir für ein gutes Leben brauchen und wofür wir gemeinsam am 8. März 2027 auf die Straße gehen wollen.

 

10.45-11.15 Uhr Kinder-Workshop: „Der Tag, als die Frauen streikten“, Haus auf der Mauer

Organisiert von: Feministischer Streik Jena 

Ort: Haus auf der Mauer („Oberlichtsaal“), Johannisplatz 26, Treffpunkt am Faulloch

all gender; Kinder ab 5 Jahre

Beschreibung:
Wir wollen euch das Kinderbuch „Der Tag, als die Frauen streikten“ von Linda Ólafsdóttir vorlesen und mit euch über eure Erfahrungen sprechen und eure Fragen diskutieren.
In dem Buch geht es um den Frauen*streik 1975 in Island, um Ungerechtigkeiten zwischen den Geschlechtern damals und heute und warum es wichtig ist, für Gleichberechtigung auf die Straße zu gehen. Außerdem geht es natürlich darum, was eigentlich ein Streik ist. Habt ihr schon mal gestreikt?

 

10-12 Uhr „ANTI*-only“: Austausch und Vernetzung, Haus auf der Mauer

Ort: Haus auf der Mauer („Seminarraum“) , Johannisplatz 26, Treffpunkt am Faulloch 

tina*-only (trans*, inter*, nicht-binär*, agender*, questioning Personen)

Beschreibung:
Welche Erfahrungen machen wir als trans, inter, nichtbinäre, agender und genderqueere Personen in Jena und in Thüringen? Was sind unsere täglichen Auseinandersetzungen? Wo spüren wir Solidarität und Unterstützung? Was wünschen wir uns von (queer)feministischen Räumen? Was gibt uns Kraft?
Der Workshop gibt Raum für Austausch und das Teilen persönlicher Erfahrungen. Wir wollen darüber sprechen, wie wir uns unterstützen und solidarische Netzwerke stärken können.
Außerdem wollen wir ins Gespräch kommen, welche Forderungen und Botschaften wir als TINA-Personen* in den 8. März und in feministische Räume tragen wollen.

10-12 Uhr „Macht – Intimität – Gewalt. Warum wegschauen keine Option ist“, Towanda

Organisiert in Kooperation von Towanda e.V. und Projekt A4

Ort: Frauenzentrum TOWANDA, Wagnergasse 25

all gender

Gaslighting, Love Bombing, Schuldumkehr, Abwertung, Mansplaining, Grenzverletzungen, emotionale Erpressung, Kontrolle, toxische Beziehungen, sexualisierte Gewalt. Hinter diesen Begriffen steckt oft mehr als nur schlechtes Verhalten – es geht um Gewalt. Und betroffen sind nicht nur „Andere“: Gewalt kann überall passieren – in WGs, Beziehungen, Freund*innenschaften und auch in politischen oder subkulturellen Räumen, in denen wir uns eigentlich sicher fühlen wollen. Besonders in jungen Erwachsenenjahren – etwa in ersten Liebesbeziehungen oder neuen Wohn- und Lebenskontexten – ist Gewalt im sozialen Nahraum besonders häufig, ohne immer als solche erkannt zu werden.
Ob du selbst betroffen bist, solidarisch sein willst oder dich mit eigenen Verhaltensweisen auseinandersetzen möchtest: Diese Veranstaltung lädt zum Zuhören, Reflektieren und Handeln ein. All genders welcome!

10-12 Uhr „Antifaschistischer Feminismus oder feministischer Antifaschismus. Wie wollen wir
unsere Kämpfe verbinden?“, Treff am Fichteplatz (TaF)

Organisiert von: Undogmatisch Radikale Linke (URL) Jena

Ort: Treff am Fichteplatz (TaF), Fichteplatz 9

FLINTA*-only

Beschreibung:
Antifeminismus und Transfeindlichkeit sind für den Faschismus zentrale Säulen seiner Ideologie.
Gleichzeitig ist der Hass gegen Frauen, Trans- und nichtbinäre Personen so breit in der Gesellschaft verankert, dass Faschist*innen mit diesen Themen leicht an der „Mitte der Gesellschaft“ anknüpfen können.
Und dieser weit verbreitete Hass ist kein abstraktes Problem für Uniseminare, sondern bedroht ganz konkret das Leben von Betroffenen.
Es ist also nur logisch, dass unser Kampf für eine befreite Gesellschaft feministisch und antifaschistisch sein muss.
Doch was bedeutet das für die konkrete Praxis?
Brauchen wir einen feministischen Antifaschismus oder einen antifaschistischen Feminismus?

 

10-12 Uhr Brunch: „Wer kümmert sich? – Gemeinsam Sorgen“, Solidarisches Gesundheitszentrum

Organisiert von: Solidarisches Gesundheitszentrum Jena
Ort: SGZ, Hugo-Schrade-Straße 1

Beschreibung:
Am 8. März laden wir herzlich zu einem Mitbring-Brunch ins SGZ in Winzerla ein.
Gemeinsam möchten wir uns über unbezahlte Sorgearbeit austauschen – also über all die Arbeit, die im Alltag oft selbstverständlich passiert: Kinder betreuen, Angehörige pflegen, zuhören, organisieren, emotional unterstützen, den Haushalt stemmen.
Diese Arbeit ist nach wie vor in unserer Gesellschaft häufig unsichtbar und unbezahlt.
Der Brunch bietet Raum für Austausch und persönliche Erfahrungen. Wir möchten auch darüber sprechen, was es bedeutet, sich gemeinsam in der Nachbarschaft zu sorgen.
Gestärkt wollen wir um 12:50 Uhr den Bus ins Stadtzentrum zur Kundgebung und Demonstration nehmen.
Der Mitbring-Brunch lädt dazu ein, Erfahrungen zu teilen, sich gegenseitig zu vernetzen und sich für die Kundgebung und Demonstration zu stärken.
Also bring gerne eine Leckerei für den Brunch mit.

10-12.30 Uhr „Einstieg in die feministische Selbstbehauptung und Selbstverteididung“, JG

Wo? JG-Stadtmitte, Johannisstraße 14
Wann? 8.3.2026, 10–12:30 Uhr

FLINTA*only 

Wir werden täglich mit grenzüberschreitenden Situationen konfrontiert, müssen uns behaupten und werden oft für schwach gehalten. Doch in uns liegt eine große Stärke! Und die wollen wir an die Oberfläche bringen sowie kennen und nutzen lernen. Wir wollen dem Patriarchat aktiv den Kampf ansagen!
In diesem Einstiegworkshop wollen wir mit euch hören und sehen, wie laut wir sein können, welche Kraft wir haben und wie wir in grenzüberschreitenden Situationen für uns einstehen und handeln können.
Der Workshop wird in deutsch durchgeführt. Übersetzung auf Englisch ist möglich.
Leider ist der Zugang zum Raum nicht barrierefrei.
Ihr braucht keine speziellen Erfahrungen.
Alle Übungen sind freiwillig.