Aktuelle Nachrichten vom Frauen*Streik Jena

Aktuelle Projekte

Die Pandemie und die Vorkehrungen zur Verlangsamung dieser hat einen großen Einfluss auf das gesellschaftliche Miteinander: Beispielsweise treten vorher schon bestehende Ungleichheiten deutlicher in die Öffentlichkeit und verschärfen sich, zwischenmenschliche Begegnungen unterliegen bestimmten Sicherheitsvorkehrungen und die Gefahr der Vereinzelung steigt, Arbeitsverhältnisse sind oftmals (noch) prekärer und professionelle Soziale Arbeit muss nun in familiären/ anderen Strukturen abgefangen werden… Aus diesen GründenFoto Frauen*streik 2020 arbeiten wir auch nach dem 8. März [Internationaler Frauen*tag] an den bestehenden Projekten weiter, aber beschäftigen uns gerade auch mit (geschlechterspezifischen) Ungleichheiten, die diese Krise verschärft und mit sich bringt. Wir stellen uns die Frage, wie wir als Bündnis „Frauen*Streik. Auf zum feministischen Streik“ auf diese Herausforderungen reagieren, aber auch neue Impulse hin zu einer solidarischen Gesellschaft setzen können. Denn nicht trotz dieser Krise, sondern gerade aufgrund der Krise sehen wir die Notwendigkeit, unserem Motto treu zu bleiben: 8. März ist alle Tage!

Hier sind ein paar Beispiele der laufenden Projekte:

  • Die Arbeitsgruppe „UKJ“ (Universitätsklinikum) des Frauen*Streiks beteiligt seit einem Jahr am Bündnis „Mehr Personal für unser UKJ“, um unter anderem die Arbeitskämpfe der Beschäftigten zu unterstützen. Diese Zusammenarbeit besteht weiterhin, denn die Krise zeigt noch einmal mehr, was vorher schon klar war: Menschen vor Profite! Dieses Bündnis schließt sich bald als Ortsgruppe dem bundesweiten Bündnis „Krankenhaus statt Fabrik“ an, welches unter anderem das Ziel hat, dass „Krankenhäuser […] Einrichtungen der gesellschaftlichen Daseinsvorsorge sein [sollen], keine Wirtschaftsunternehmen.
  • Auch in diesen Zeiten steht die Arbeitsgruppe „Bundesweit“ über Telefonkonferenzen mit anderen Streikgruppen in Kontakt. Am 14. November fand ein digitales Austauschtreffen zwischen den einzelnen Ortsgruppen statt, indem es nicht nur um den derzeitigen Stand in den jeweiligen Gruppen ging, sondern auch um die besonderen Herausforderungen unserer Arbeit in der Pandemie. Die bundesweiten Treffen dienen dem städteübergreifenden Austausch, um unter anderem gemeinsame Aktionen zu planen und Wissen auszutauschen. Was bei den bisherigen Treffen stattfand, könnt ihr in unserem Rückblick nachlesen. 
  • Die AG „Gegen Gewalt an Frauen*“ organisiert jeden Monat am 25. eine digitale Mahnwache. In Anlehnung an den 25. November, dem „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen*“, weist sie damit auf das strukturelle und permanent bestehende Problem der körperlichen und/ oder psychischen Gewalt an Frauen* hin. Auch am 25. November 2020 selbst organisiert die AG „Gegen Gewalt an Frauen*“ eine Aktion. Diese soll in einer Zusammenarbeit mit dem Frauenzentrum Brennessel e.V. (Erfurt), dem Frauenzentrum Towanda (Jena) und der IG Metall stattfinden. 

Solidarische und feministische Grüße,
Koordinierungskreis des Frauen*Streikbündnis

 

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