Aktuelles aus dem Feministischen Streik in Jena

Die Krise steckt im System – Auf zum feministischen Streik!

Inzwischen hält die Pandemie nun schon fast zwei Jahre an. Und noch immer haben die Vorkehrungen zur Verlangsamung dieser einen großen Einfluss auf das gesellschaftliche Miteinander. Beispielsweise treten vorher schon bestehende Ungleichheiten deutlicher in die Öffentlichkeit und verschärfen sich, zwischenmenschliche Begegnungen unterliegen bestimmten Sicherheitsvorkehrungen und die Gefahr der Vereinzelung steigt, Arbeitsverhältnisse sind oftmals (noch) prekärer und professionelle Soziale Arbeit muss immer wieder in familiären/ anderen Strukturen abgefangen werden…

Aus diesen und  vielen weiteren GründenFoto Frauen*streik 2020 treten wir nicht nur am 8. März [Internationaler Feministischer Kampftag] in die Öffentlichkeit. Auch unter dem Jahr arbeiten wir an bestehenden Projekten weiter und beschäftigen uns ganz konkret mit (geschlechterspezifischen) Ungleichheiten, die diese Krise verschärft und mit sich bringt.

Wir stellen uns die Frage, wie wir als Bündnis „Frauen*Streik. Auf zum feministischen Streik“ auf diese herausfordernde Zeit reagieren, aber auch neue Impulse hin zu einer solidarischen Gesellschaft setzen können. Denn nicht trotz dieser Krise, sondern gerade aufgrund der Krise sehen wir die Notwendigkeit, unserem Motto treu zu bleiben: 8. März ist alle Tage und die Krise steckt im System!

 

 

Sonstige laufenden Projekte/ Themen:

  • Noch immer laufen die Tarifverhandlungen im Sozial- und Erziehungsdienst – zur Unterstützung der Beschäftigten in Jena und zur Vernetzung finden weiterhin Treffen statt. Weitere Infos folgen bald.
  • Die Arbeitsgruppe „Bundesweit“ steht über Telefonkonferenzen mit anderen Streikgruppen in Kontakt. Vom 13. – 15. Mai 2022 wird in Kassel das nächste bundesweite Vernetzungstreffen stattfinden.
  • Die Arbeitsgruppe „UKJ“ (Universitätsklinikum) des Frauen*Streiks beteiligt seit zwei Jahren am Bündnis „Mehr Personal für unser UKJ“, um unter anderem die Arbeitskämpfe der Beschäftigten zu unterstützen. Diese Zusammenarbeit besteht weiterhin, denn die Krise zeigt noch einmal mehr, was vorher schon klar war: Menschen vor Profite! Dieses Bündnis schließt sich bald als Ortsgruppe dem bundesweiten Bündnis „Krankenhaus statt Fabrik“ an, welches unter anderem das Ziel hat, dass „Krankenhäuser […] Einrichtungen der gesellschaftlichen Daseinsvorsorge sein [sollen], keine Wirtschaftsunternehmen.“
  • Die Stadt Jena verkündete öffentlich eine sogenannte Haushaltsnotlage und muss nun ein Haushaltssicherungskonzept ( = HSK). Ziel dieses Konzeptes ist es, in den kommenden fünf Jahren die Ausgaben zu senken und die Einnahmen zu erhöhen.
    Das hat große Auswirkungen auf das Leben in der Stadt: Die Kürzungen betreffen beispielsweise die Fördergelder für Vereine, es kommt zu einer Erhöhung der Kita-Gebühren. Der Frauen*Streik verfasste zusammen mit dem Sozialforum einen Offenen Brief und kritisiert diesen Umgang! Diesen findet ihr auch in unserem Rückblick.
    Offener Brief des Sozial
    forums zum Haushaltssicherungskonzept

Eine Auflistung der vergangenen Aktionen findet ihr in unserem Rückblick.

Solidarische und feministische Grüße,
Koordinierungskreis des Frauen*Streikbündnis

 

Logo Frauen*streik