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Foto Frauen*streik 2020

600 Menschen beteiligten sich an der Demonstration des Frauen*streik-Bündnisses Jena am 08. März 2020

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Der „Frauen*Streik. Auf zum feministischen Streik“ am 8. März liegt mittlerweile schon mehrere Monate hinter uns. An diesem Tag waren wir lautstark mit unseren Forderungen auf der Straße, erzählten uns in einem Offenen Forum gegenseitig von unseren Erfahrungen und diskutierten über unsere Vorstellungen von einer solidarischeren Gesellschaft, hörten Redebeiträge und kamen bei einer kämpferischen Mittagspause miteinander ins Gespräch… Wir freuen uns, dass wir alle zusammen diesen Tag zu einem wichtigen, feministischen Tag machten.

Auch in den Monaten nach dem 8. März passierte viel. Die Pandemie und die Vorkehrungen zur Verlangsamung dieser hat einen großen Einfluss auf das gesellschaftliche Miteinander: Beispielsweise treten vorher schon bestehende Ungleichheiten deutlicher in die Öffentlichkeit und verschärfen sich, zwischenmenschliche Begegnungen unterliegen bestimmten Sicherheitsvorkehrungen und die Gefahr der Vereinzelung steigt, Arbeitsverhältnisse sind oftmals (noch) prekärer und professionelle Soziale Arbeit muss nun in familiären/ anderen Strukturen abgefangen werden… Auch für unsere Organisierung im Frauen*Streik Jena hat die gegenwärtige Situation verschiedene Folgen und wir erproben gerade Möglichkeiten, digital weiterzuarbeiten. Denn nicht trotz dieser Krise, sondern gerade aufgrund der Krise sehen wir die Notwendigkeit, unserem Motto treu zu bleiben: 08. März ist alle Tage!

Aktuelle Projekte und Kämpfe

Aus diesem Grund arbeiten wir an den bestehenden Projekten weiter, aber beschäftigen uns gerade auch mit geschlechterspezifischen Ungleichheiten, die diese Krise verschärft und mit sich bringt. Wir stellen uns die Frage, wie wir als Bündnis „Frauen*Streik. Auf zum feministischen Streik“ auf diese Herausforderungen reagieren, aber auch neue Impulse hin zu einer solidarischen Gesellschaft setzen können.

  • Beispielsweise solidarisieren wir uns weiterhin mit allen Beschäftigen des UKJ [Universitätsklinikum Jena], welche schon vor der Pandemie bessere Arbeitsbedingungen einforderten. Denn die Krise zeigt noch einmal mehr, was vorher schon klar war: Menschen vor Profite!

Solidarische und feministische Grüße,
Koordinierungskreis des Frauen*Streikbündnis

 

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